Kategorie-Archiv: Erinnerungen

Vietnamreise 2006

Thüringer Rostbratwürstchen in Vietnam

Viele Bekannte scheuen einen Besuch in Vietnam wegen des angeblich schlechten Essens. Oft werden wir gefragt: Und gab es da auch Hund?
Das Essen ist in Vietnam nach unseren Erfahrungen sehr gut. Eigentlich kann man so ziemlich alles haben, was man auch hier gewöhnt ist, mit kleineren Einschränkungen und vielleicht auch meistens mit einem leichten asiatischen Touch und zu sagenhaften Preisen, für unsere Verhältnisse. Natürlich werden für Touristen die Preise oft vervielfacht, aber sie sind trotzdem noch sehr akzeptabel.  
Die Rostbratwürstchen ( dazu gab es einen Bericht im Fernsehen) gibt es wirklich. Allerdings sind sie schon ein Stück weit weg von der echten Thüringer,- sie ähnelten eher einer gebratenen Bockwurst am Schaschlikspieß. Jedenfalls waren unserer so beschaffen. Es gibt  zig Ministände   von der Größe einer Obstkiste mitten auf den Fußwegen.  (Da müßten mal unsere Hygieneinspektoren hin-würden graue Haare bekommen).
Hund gabs auch, allerdings war es ziemlich versteckt. Mußte ich immer an meinen Elsa-Dackel denken,- war also nichts für mich . 
 Als wir in Vietnam waren, grassierte hier die Angst vor der Vogelgrippe.  Wir haben natürlich nicht die Hühnerfarm besucht. Aber wir haben uns auch mal von Ministand ein Würstchen geholt, oder irgendetwas anderes Gebratenes.

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Unsere Vietnamreise im Jahre 2006

Hier habe ich aus dem alten Vietnamblog 2006 einiges kopiert. Da wir wieder nach Vietnam reisen wollen, ist der Vergleich alt gegen neu vielleicht interessant.

Der erste Stadtbummel, nach Hause telefonieren (Jahr 2006)

Das Erste, was uns empfohlen wurde, war nach dem Geld Tausch das Besorgen eines neuen Telefonchips. Wir hatten eine O2 Karte im Handy und damit nach Deutschland zu telefonieren, kann recht teuer werden. Also sind wir losgezogen und haben in einem Handyladen einen chip fürs Telefon geholt. Übrigens Handygeschäfte gibts fast so viele wie Mopeds. Den Chip haben wir eingesetzt und dann ging es auch schon prima los.  Es ist vielleicht etwas umständlich, den Chip hin und her zu wechseln, aber geldmäßig lohnt das schon.
Am Besten ist es, eine Visitenkarte vom Hotel mitzunehmen, damit findet dann jedes Taxi den Weg zurück. Apropos Taxi. Die erste Fahrt kam uns teuer zu stehen, weil wir nicht nach dem Preis gefragt haben. Es gibt staatliche Taxis und private. Am besten fährt man mit den staatlichen Taxis, – man muß nur darauf achten, daß der Taximeter auf 0 gestellt wurde. Die Taximeter befinden sich nach unserer Erfahrung an recht eigenartigen Stellen, also ruhig fragen. Bei Privattaxis immer vorher den Preis aushandeln, sonst wirds teuer.

Hanoi ist keine sehr saubere Stadt. Der Unrat wird einfach auf die Straße geworfen. In der Nacht aber kommen die Reinigungstrupps alles wird eingesammelt und weggeschafft.
Bis ca. 22.00 Uhr abends ist alles mobil und man kann an kleinen Ständen so ziemlich alles kaufen, was das Herz begehrt. Wie in Thailand vor noch 7-8 Jahren sind in den Straßen nachgemachte  Markenklamotten, „echte Uhren“ Taschen aller Labels zu finden. Die Preise sind für unsere Verhältnisse niedrig und lassen sich durch geschicktes Handeln verbessern.
Abends hatte uns Na in eine Gaststätte zum Essen eingeladen. Als erstes bekamen wir alle ein Tuch, zum Händesäubern in die Hand gedrückt. Es gab köstliche kleine Rollen, so ähnlich wie Frühlingsrollen, aber wesentlich besser im Geschmack. Dann eine tolle Suppe, heiß und sehr gut gewürzt. Dann kam der Reis und dazu süßsaures Schweinefleisch auf diversen Gemüsen, Rindfleisch gekocht in einer abgestimmten Soße und jede Menge Gemüsevariationen. Alles in allem sehr reichlich und delikat zubereitet. Dazu haben wir jeder 2 Bier getrunken und einige Fruchtsäfte. Der Preis pro Peron pendelte sich bei etwa 3,85 € ein,- da konnte man nicht meckern. Was für uns sehr ungewohnt war, daß die Vietnamesen die gebrauchten Tücher und auch sonst alles mögliche unter dem Tisch entsorgt haben.
Für uns interessant war auch die „kulturelle“ Umrahmung des Essens. Erst spielte eine kleine Kapelle irgendwelche vietnamesischen Weisen und dann trat eine Sängerin auf, die vietnamesische Liebeslieder zum Besten gab.

18. Feb

Der Eisenschaffen

Nach der Wende setzte bei vielen Menschen hier im Osten ein wahrer Kauf- und Wegwerfrausch ein. Was wurde nicht alles im Sperrmüll entsorgt,- vom uralten Dreschflegel bis zu alten Bauernschränken, alte Bilder, Spielzeug und Bücher, und was weiß ich nicht noch alles …. Die Flohmarktschnäppchenjäger müssen sich wie im Paradies gefühlt haben.

 

Nun ja, auch ich habe  (wahrscheinlich viel zu viel) weggeworfen. Unter anderen legte ich mir ein paar neue Schaffen zu, natürlich beschichtet. Man wollte ja fettarm und gesund braten. Ein Schaffen ist hier bei uns eine Bratpfanne. Jedenfalls habe ich mich mit meinen neuen modernen beschichteten Schaffen nie so richtig anfreunden können. Und ausgetauscht habe ich sie auch einige Male, weil die Beschichtung nicht kratzfest war.

Das Gebratene aus diesen Pfannen schmeckt mir persönlich nicht so gut, wie damals als ich meinen alten Schaffen noch in Benutzung hatte. Jetzt habe ich mich entschieden, ein paar neue Schaffen müssen wieder her, aus Eisen natürlich. Einen hab ich mir schon besorgt. Er ist von der Firma Turk und ich habe damit schon ein paar Male gearbeitet. Natürlich habe ich ihn erst einmal eingebraten. Eine Kollegin schaute mich ganz ungläubig an, als ich ihr erzählte, wie  ein Schaffen eingebraten wird.  Sie glaubt es mir bestimmt bis heute nicht recht. Ganz zufrieden bin ich mit dem Teil auch nicht. Irgendwie steht er nicht plan auf dem Ceranfeld und dreht sich beim Arbeiten. Trotzdem werden Bratkartoffeln schön kross und Fleisch wunderbar angebraten.

Vielleicht bekomme ich ja zum Geburtstag einen weiteren geschenkt, der sich dann nicht dreht ….

 

DDR-Alltag, Schule in den Klassen 5 – 8

In der Klasse 5 wurden in der DDR viele Fächer neu zum Lehrplan hinzugefügt.  Neben  dem Fach Deutsche Sprache und Literatur und Russisch kamen auch Fächer wie Kunsterziehung,Biologie und Geographie hinzu, ab der sechsten Klasse startete Physik und ab der 7. Klasse wurde Chemie gelehrt. Außerdem wurde Staatsbürgerkunde unterrichtet. Im fakultativen Unterricht wurde eine zweite Fremdsprache angeboten, meist Englisch oder Französisch. Die Schulbücher konnte man komplett über die Schule erhalten. Der Preis für diese Bücher lag zwischen 2 und 3 Mark. Der Unterricht wurde ab der 5. Klasse durch Fachlehrer übernommen. Lange Ausfälle mancher Lehrfächer wegen Lehrermangel, so wie heute, waren selten. Natürlich wurde manchmal eine Vertretung notwendig.

Aus den Grundschulen der umliegenden Dörfer kamen  weitere Schüler zu uns. Mein Vater hat viele Jahre einen Schulbus gefahren. Ich kann mich nicht erinnern, daß dieser Bus ein einziges Mal ausgefallen wäre. So wie ich es heute höre, fahren manche Busse bei winterlichen Straßenverhältnissen einzelne Orte gar nicht erst an. Das war einfach nicht denkbar.

Wir waren ab der 7. Unterrichtsklasse zwischen 20 und 25 Schüler in 4 Klassen.
Nach dem Unterricht konnte man an diversen Arbeitsgemeinschaften mitwirken. Wir hatten u.a. einen Mathematik Leistungskurs,eine Arbeitsgemeinschaft Geflügelzucht und eine Theatergruppe. Alle Arbeitsgemeinschaften wurden von Lehrern geleitet.

Christenlehre

Ich wurde von meinen Eltern angehalten, die Christenlehre zu besuchen. Schwierigkeiten hatte ich persönlich durch den Besuch der Kirche und der Christenlehre nicht.  Aber es gab „eifrige“ Lehrer, die die Schüler oft damit konfrontierten und sie auch benachteiligten.
(Nach der Wende wurde eine solche Lehrerin sehr „gläubig“. Ich konnte und wollte ich ihre Wende nicht nachvollziehen. Ihr gegenüber konnte ich mir einen bissigen Kommentar nicht verkneifen und hatte damit einen Feind mehr.  Diese Dame hatte manchen Kindern, die ein Kreuz an einer Kette trugen, dieses einfach abgerissen. )

8.Klasse –> Jugendweihe, FDJ

Ab der 8.Klasse, im Alter von etwa 14 Jahren, wurden wir auf die Jugendweihe und die Aufnahme in die FDJ vorbereitet. Im Rahmen der Jugendweihevorbereitung waren wir z.B. im Konzentrationslager Buchenwald in Weimar. Damals wurde ein schwarz-weiß Film gezeigt, der noch heute in meiner Erinnerung die Grausamkeit verkörpert. Dieser Film wurde mittlerweile durch eine „entschärfte“ Variante ersetzt.

Die Aufnahme in die FDJ empfand ich , wie sicher viele andere auch, als ganz normale Sache.  Man war endlich die Halstücher los. Die blaue Bluse war Anfangs noch aus Baumwolle und mußte gebügelt werden. Später wurde sie dann durch eine bügelfreie Variante ersetzt.
In der 8.Klasse wurden die Leistungen der Schüler beurteilt. Schüler mit einem guten Notendurchschnitt hatten die Möglichkeit die Erweiterte Oberschule EOS zu besuchen. Hier sollten die Schüler auf das Abitur vorbereitet werden.

Sicher gibt es noch weitaus mehr zu berrichten. Dies soll nur ein ganz kurzer Überblick über meine persönlichen Erlebnisse sein

Wir wurden in einer Burg unterrichtet, – der Runneburg in Weißensee. Als Kinder haben wir dieses historische Umfeld nicht wirklich zu schätzen gewußt. Heute ist die“Schwesterburg“ der Wartburg in einer lang andauernden Sanierungsphase. Trotzdem lohnt sich ein Besuch immer.

Astronomie wurde in der 10. Klasse eingeführt.