Masuren- Wir starten

Pfingstsonntag  wir starten  nach Polen,  Masuren
Gegen 15.00 Uhr fuhr das Auto bei uns zu Hause vor. Winfried hatte den Ford vollgetankt. Bianka und Wolfgang waren bereits an ihrem Wohnort eingestiegen und hatten ihre Sachen untergebracht. Unsere Tasche mit dem Nötigsten für eine Nacht und der Koffer kamen dazu. Auch die Angelausrüstung meines Mannes fand in dem geräumigen Kofferraum ohne Schwierigkeiten Platz. Gleich nach dem Start der Tour passierte das erste Malheur, – die Brille von Wolfgang zerbrach am Bügel. Wir nahmen uns vor, einen Optiker in Polen aufzusuchen. Die Strecke führte uns auf die Autobahn A71 bis Sangerhausen. Von da aus ging es weiter über Leipzig, Berlin, Frankfurt/Oder und über die Grenze.  Wir waren nach etwa zweieinhalb Stunden in Polen angekommen. Auf der E30 fuhren wir bis Poznan und dann in Richtung Gniezno(Gnesen). Gegen 20.00 Uhr kamen wir bei der Pension in Gniezno ,der Zwischenstation, an. Wir mussten zwar etwas länger klingeln, wurden dann aber sehr freundlich in Empfang genommen. Die Räume mit Dusche waren einfach, aber sauber und für eine Übernachtung völlig ausreichend. Die Tasche mit Handtüchern und Waschzeug war schnell in das Zimmer gelegt. Eine kurze Verschnaufpause wurde eingelegt, ehe wir uns auf die Suche nach einer Gaststätte machten, um zu Abend zu essen. Wir fanden eine kleine Pizzeria. Der Inhaber der »italienischen Pizzeria« war ein waschechter Vietnamese. Er wollte eigentlich schon schließen. Wir konnten ihn mit viel Schmeichelei überzeugen, für uns die Küche wieder zu öffnen. Die Bestellung der Getränke erwies sich als sehr spaßig. »Diesel«, also das Gemisch Bier und Cola, war gänzlich unbekannt. Wir mussten selbst mixen. Unser vietnamesischer Italiener sah mit großen staunenden Augen unserem »rätselhaften Tun« zu. Der Abend verlief jedenfalls ganz lustig und wir marschierten zufrieden zum Quartier. Am kommenden Morgen sollte es etwa 7.30 Uhr nach dem Frühstück weiter gehen. Das Frühstück in dieser Pension mussten wir gesondert vorordern. In vielen Unterkünften wird es nicht automatisch angeboten, man sollte immer nachfragen.  Unsere Gastgeberin mag ja der Wunsch nach dem Frühstück verwundert haben. Nichts desto Trotz legte sie sich dafür so sehr ins Zeug, dass wir aus dem Staunen nicht wieder heraus kamen.  Wir haben uns sehr darüber gefreut und uns entsprechend bedankt.

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